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Das London Derby: The Gunners vs The Blues

Innerhalb der Rivalität der vier besten Teams in England (auch „Big 4“ genannt) gibt es nur einen wahren Lokalkampf: Arsenal-Chelsea. Während der Nordwest-Konkurrenzkampf von Manchester und Liverpool auch einen lokalen Aspekt hat, sind sich diese Mannschaften bei weitem nicht so nahe wie Chelsea und Arsenal.

Letztes Spiel

(07.02.10, Premier League)
2 : 0
D. Drogba 8'
D. Drogba 23'
 
 

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Arsenal Fakten

Gründungjahr:1886
Aktueller Trainer:Arsene Wenger
Tabellenrang: Sp. G U V T.f. T.g. Pkte.
2 Chelsea 28 19 4 5 65 26 61
3 Arsenal 29 19 4 6 69 32 61
4 Tottenham 28 14 7 7 50 27 49

Top Arsenal Spieler

Chelsea Fakten

Gründungjahr:1905
Aktueller Trainer:Carlo Ancelotti
Tabellenrang: Sp. G U V T.f. T.g. Pkte.
1 Man Utd 29 20 3 6 67 24 63
2 Chelsea 28 19 4 5 65 26 61
3 Arsenal 29 19 4 6 69 32 61

Top Chelsea Spieler

Zusammenfassung der Rivalität zwischem Arsenal und Chelsea - Geschichte & Höhepunkte

Die Chelsea-Arsenal-Rivalität enstand 1907: Da standen sich diese beiden Mannschaften zum ersten Mal gegenüber. Es war auch das erste Mal, dass zwei Teams aus London in der ersten Liga (First Division) gegeneinander antraten. Die Zuschauerzahl belief sich auf 65.000. Es sollte nicht die letzte Konfrontation der beiden gewesen sein. Im großen und Ganzen hat Arsenal bei dieser Rivalität die Oberhand behalten. In den 50er Jahren trafen die beiden im FA-Cup-Halbfinale zweimal aufeinander – beide Male war es Arsenal, das gegen Chelsea dominierte: 1950 gewann Arsenal das Rückspiel 1:0 (das Hinspiel endete mit einem 2:2- Unentschieden). Dieses Szenario wiederholte sich im Halbfinale 1952, als Arsenal erneut im Rückspiel gewann, nachdem das erste Spiel mit einem Unentschieden geendet hatte. Das Phänomen der Dominanz von Arsenals über Chelsea ist in den folgenden Jahrzehnten konstant geblieben. Es war auch im FA-Cup-Endspiel im Jahre 2002 noch spürbar. Das Spiel hatte eine wahrhafte Starbesetzung: Jeder Spieler –und das traf auf beide Teams zu- war ein internationaler Fußballstar. Arsenal hatte David Seaman, Tony Adams und Frankreichs Superstar Thierry Henry, während Chelsea mit Frank Lampard, Celestine Babayaro und dem ehemaligen Arsenal-Spieler Emanuel Petit aufwartete. Zur Halbzeit stand es noch 0:0. Dann jedoch schoß Ray Parlour Arsenal in der 70. Minute in die Führung, die Fredrik Ljungberg 10 Minuten später verdoppelte. Erst 2004 war es schließlich an der Zeit für Chelsea, ein Lächeln auf die Gesichter seiner Spieler und Fans zu zaubern: Chelsea besiegte Arsenal im Viertelfinale der Champions League 2004. Am Ende des in Stamford Bridge (Chelseas Stadium) gespielten Hinspiels stand es noch 1:1: Eidur Godjohnsen hatte in der 53. Minute den Führungstreffer für Chelsea geschossen, Arsenal-Mittelfelder Robert Pires jedoch sechs Minuten später ausgeglichen, was seiner Mannschaft ein wertvolles Auswärtstor beschert hatte. Beim Rückspiel schien sich der Fluch Chelseas zu bewahren: Jose Reyes brachte Arsenal auf die Sekunde genau zur Halbzeit in Führung und damit, so schien es, zum Gewinn der Champions-League. Die zweite Halbzeit jedoch hielt für Chelsea, was die erste nicht einmal versprochen hatte: Kaum war angepfiffen, schoß Frank Lampard den Ausgleich für Chelsea. Es sollten nur drei kurze Minuten vergehen, bevor Wayne Bridge den Außenseiter in Führung brachte. Das Unmögliche war geschehen: Chelsea gewann die Champions League. Seitdem gab es zwei Ereignisse, die die Arsenal-Chelsea-Rivalität zu neuen Höhen erhob: Die Ernennung von Jose Mourinho zum Manager von Chelsea und der Wechsel von Ashley Cole von Arsenal zu Chelsea (beides passierte 2005). Mourinho sah, dass die Chelsea-Arsenal-Rivilität ziemlich einseitig zu Gunsten des Letzteren war und wollte das ändern. Arsene Wenger, Arsenals Manager, war darüber nicht besonders begeistert. Noch weniger gefiel ihm –und den Arsenal-Spielern und –fans- dass Ashley Cole unter dubiosen Umständen (inklusive heimliche Treffen mit Mourinho in Hotellobbies) zur größten Konkurrenz wechselte, nämlich zu Chelsea. Ein langer Rechtsstreit erfolgte, der damit endete, dass Cole, den Arsenal-Fans seitdem den Spitznamen „Cashley“ gaben, erlaubt wurde, zu Chelsea zu gehen. Cole dankte Arsenal mit verbalen Attacken in seiner Autobiographie und der englischen „Sun“. Für Arsenal gab es immerhin ein Trostpflaster: Sie erhielten William Gallas, der von Chelsea zum Konkurrenten wechselte. Kurzum: Ein wahrer James-Bond-Thriller mit geheimen Treffen, Doppelagenten und Spielern, die zur Gegenseite überlaufen. Nach diesen zwei Entwicklungen war Chelsea um einiges wettbewerbsfähiger: Die Mannschaft gewann immer mehr Spiele und Tourniere, einschließlich das Finale des League-Cups im Jahre 2007, gegen –wie könnte es anders sein- Erzrivalen Arsenal. Dieses Spiel war auch aus einem anderen Grund ein historisches Spiel: Es war das letzte Finale des League-Cups, das im alten Stadium in Cardiff gespielt wurde, denn die neue Wembley-Arena war zu dem Zeitpunkt bereits fertiggestellt. Was das Spiel selbst betrifft, glich es eher einem Schlachtfeld als einem Kavalierssport: So mußte John Terry (Chelsea) mit einer Krankentrage vom Spielfield getragen werden, nachdem Abou Diaby ihn versehentlich in den Kopf trat. Weniger versehentlich war die Aggressivität, die Kolo Toure, John Obi Mikel und Emmanuel Adebayor an den Tag legten: Sie erhielten alle rote Karten von Schiedsrichter Howard Webb. Was die spielerische Leistung betrifft, gab es einige Tore zu sehen: Theo Walcott setzte Arsenal zunächst in Führung. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Zur Halbzeit hatte Chelsea –dank Didier Drogba- bereits ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit waren die Mannschaften sich ebenbürtig und es sah bereits nach Nachspielzeit und Verlängerung aus – als Didier Drogba mit einem weiteren Tor nachlegte und Chelsea die Trophäe sicherte. Eine blutige Schlacht war zu Ende gegangen. Ein weiteres Kapitel des Arsenal-Chelsea-Konkurrenzkampf war das Aufeinandertreffen der Beiden im Halbfinale des FA-Cups 2009. Wie so oft war es auch dieses Mal Theo Walcott, der das erste Tor schoß (für Arsenal). Den Ausgleich für Chelsea erreichte Florent Malouda in der 33. Minute. Dieser Spielstand (Unentschieden, 1:1) hielt sich bis zur Halbzeit, und war auch der Stand in der zweiten Halbzeit. Bis zur 84. Minute: Da war es wieder Didier Drogba, der Chelsea in Führung brachte. Drogba ist einfach ein Spieler, auf dem auch bei spannungssgeladenen Spielen Verlaß ist. Und er genießt nichts mehr, als Tore gegen Arsenal zu schießen. Trotz der Verbissenheit der Rivalität gab es in der Geschichte der beiden Teams oft Überläufer: Außer den oben erwähnten Petit, Cole und Gallas haben auch eine Anzahl weiterer namhafter Spieler in ihrer Karriere für beide Mannschaften gespielt, u.a. Nicolas Anelka, Graham Rix und David Rocastle. Auch der ehemalige Manager von Arsenal, George Graham, spielte einst für Chelsea, bevor er zu Arsenal ging. Und heute? Mourinho hat Stamford Bridge bereits verlassen. Das Selbstvertrauen und die neue Philosophie ist Chelsea aber auch unter seinen Nachfolgern erhalten geblieben. Sowohl Avram Grant als auch Guus Hiddink haben klar gemacht, dass Chelsea ein ebenbürtiger Rivale Arsenals ist, und nicht ein zweitklassiger Außenseiter. Die „Blues“ (Blauen), wie Chelsea liebevoll von den Fans genannt wird, wollen nichts mehr mit ihrem alten Spitznamen zu tun haben: „The Pensioners“ (die Rentner). Was das Verhältnis zu Arsenal betrifft, haben die heutigen Chelsea-Spieler nicht die Wunden, Traumas und Narben ihrer Vorgänger. Die neue Generation ist stolz auf ihre Leistungen und fühlt sich Arsenal gewachsen. Von Angst ist da nicht mehr die Rede: Sie lassen sich nicht so schnell einschüchtern. Mit Spielern wie Michael Essien, John Terry und Jose Bosingwa versucht Chelsea heute, sein Potential voll auszuschöpfen, und das gegen jeden Konkurrenten, nicht nur gegen den Erzrivalen. Fazit: Bis jetzt hatte bei der Arsenal-Chelsea-Rivalität Arsenal eindeutig die Oberhand. In letzten Jahren hat Chelsea aber gezeigt, dass es nicht für alle Ewigkeit der Unterlegene in dieser Rivalität sein will. Die Kluft wird kleiner und kleiner.
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